Eberswalde: Am Dienstag, dem 15. September 2026, fand die zweite offizielle Begegnung zwischen dem Amt für Tourismus und Familiengarten der Stadt Eberswalde und dem Ogrody Przelewice (Dendrologischer Garten Przelewice) in Polen statt. Im Mittelpunkt stand die weitere Vertiefung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. Im Rahmen des gemeinsamen Interreg-Projekts „Entwicklung und kulturell-touristische Integration der Grenzregionen“ nutzten die Projektpartner den persönlichen Austausch, um gemeinsame Vorhaben weiterzuentwickeln und die nächsten Schritte abzustimmen.
Den Auftakt des Besuchs bildete die Teilnahme an der deutsch-polnisch-tschechischen Konferenz „Erfolgreiche Geschäftsmodelle für die Herstellung und Vermarktung regionaler Produkte“. Die Konferenz bot Gelegenheit, die Bedeutung regionaler Produkte für die kulturelle und touristische Entwicklung der Grenzregion zu beleuchten.
Im Anschluss kamen die deutschen und polnischen Projektpartner zu einem gemeinsamen Arbeitstreffen zusammen, bei dem sie sich über den aktuellen Stand der gemeinsamen Projekte austauschten. Besprochen wurden bereits umgesetzte Aufgaben, die nächsten Projektschritte sowie bestehende Herausforderungen. Dabei ging es insbesondere darum, die Angebote und Inhalte beider Standorte stärker aufeinander zu beziehen und gemeinsame touristische Perspektiven für die Grenzregion zu entwickeln.
Im Dendrologischen Garten Przelewice wurden zudem die Inhalte der geplanten drei thematischen Routen vorgestellt. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie die gemeinsamen kulturellen, historischen und touristischen Bezüge der Region für Besuchende aus Deutschland und Polen anschaulich und spannend vermittelt werden können. Die Routen sollen unterschiedliche Aspekte der grenzüberschreitenden Verbindung aufgreifen und die beiden Orte sowie ihre gemeinsamen Geschichten und Besonderheiten miteinander verknüpfen.
Eine besondere Bedeutung kommt dabei der historischen Verbindung zwischen Eberswalde und Przelewice zu. Beide Orte sind unter anderem durch die Familie Borsig miteinander verbunden. Diese gemeinsame Vergangenheit bietet Anknüpfungspunkte für die grenzüberschreitende Vermittlung von Geschichte und Kultur und soll im Rahmen des Projekts künftig stärker in den Mittelpunkt gerückt werden. Auch bei der geplanten Route Industriekultur spielt die Verbindung eine wichtige Rolle.
Die Leiterin des Amts für Tourismus und Familiengarten Ivonne Affeldt betont hierzu: „Die historische Verbindung rund um die Familie Borsig trägt dazu bei, die Beziehungen zwischen Eberswalde und Przelewice stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken und zugleich neue Anknüpfungspunkte für den kulturellen und touristischen Austausch zu schaffen. Damit wird die gemeinsame Geschichte zu einem verbindenden Element der grenzüberschreitenden Entwicklung beider Standorte.
